Iden Freitag – Iden Tietze

Laut Otto Ernst Fritsch wurde das Buch „Aus verklungenen Jahrtausenden“ in unmittelbarer Nähe von Abdrushin geschrieben von Iden Freitag, die nach ihrer Heirat Iden Tietze hieß.

„Im Jahre 1932 kam ein ganz besonders begnadeter Mensch auf den Vomperberg. Noch niemals vorher und auch später nicht wurde ein Menschengeist vom HERRN, von Frau Maria und Fräulein Irmingard so mit offenen Armen aufgenommen. Dieser Menschengeist war meines Wissens nach der einzige, dem Fräulein Irmingard sich freundschaftlich zuneigte. Es handelte sich um die junge Iden Freitag, eine eigenartige Persönlichkeit, faszinierend und doch irgendwie nicht sympathisch. Sie konnte, nachdem sie auf den Berg gekommen war, ganz plötzlich über Nacht wunderbar dichten und komponieren, auch zeichnen, obwohl sie dies niemals zuvor getan hatte. Auf dem Berg schrieb sie das Buch „Aus verklungenen Jahrtausenden.“ Als es damit nicht vorangehen wollte, holte sie der HERR in das Gralshaus (das Verwaltungshaus stand damals noch nicht, es wurde erst viel später gebaut). Jeden Tag saß Iden Freitag nun stundenlang mit dem HERRN im selben Zimmer und konnte dieses Buch nur in seiner Nähe schreiben. − Bald tauchte eine weitere Gabe bei ihr auf: sie konnte auf einmal wunderbar rezitieren. Auf Veranlassung des HERRN bekam sie von Hofschauspieler Otto König aus München Schauspielunterricht und Sprechunterricht, damit sie auch die äußere Technik beherrschte. Otto König kam zu diesem Zweck sehr oft von München herauf auf den Vomperberg.

Ihre Rezitationsgabe war dermaßen einmalig und erschütternd groß in der künstlerischen Darstellungsgabe, daß sogar ihr Lehrer sagte, so etwas von außergewöhnlichem Talent hätte er noch nie erlebt und andere Schauspieler, die sie dann erlebten, bestätigten dieses Urteil. − Inzwischen lernte Iden Freitag einen Mann kennen namens Tietze (der Vorname ist mir entfallen). Dieser war meiner Erinnerung nach Fabrikant und ein höherer Führer bei den Freimaurern. Dieser Herr Tietze ehelichte schließlich Iden Freitag. Diese hätte nun nach dem Willen des HERRN eine große Tourne durch Deutschland machen sollen, um durch ihre künstlerischen Darbietungen das deutsche Volk aufzurütteln, was sie meisterhaft verstand, um dem Heiligen Gral zuzuführen. Meiner Meinung nach war dieser Herr Tietze ein sehr kaufmännisch berech­nender Mann, der nun verlangte, Abd-ru-shin sollte für das Buch „Aus verklungenen Jahrtausenden“ seiner jetzigen Frau eine hohe Summe als Honorar zahlen. Da dieses Buch aber kein eigenen künstlerisches Werk war, sondern medial empfangen, wurde meiner Erinnerung nach das Honorar nicht genehmigt. Über Nacht wurde Iden Tietze, geb. Freitag, nunmehr eine erbitterte Feindin des HERRN. Sie, einst eine glühende und begeisterte Anhängerin von Abd-ru-shin, wurde in ihrem Hass niedrig und erbärmlich. Diese so plötzliche Wandlung eines an sich guten Menschen zu tiefster Charakterlosigkeit schmerzt und erschütterte das Trigon so tief, daß der HERR, Frau Maria und Fräulein Irmingard das Gralshaus mehrere Tage lang nicht verließen. Alle Kreuzträger auf dem Berg, die den HERRN liebten, empfanden diese Gehässigkeit ebenfalls sehr schmerzhaft.

Iden Freitag, nach ihrer Heirat Iden Tietze, hatte medial in der Nähe von Abd-ru-shin im selben Raume noch andere große Kundgebungen empfangen dürfen, u.a. auch „Die Burg“ (= Gralsburg), Das „Tausendjährige Reich“ und „Das Jüngste Gericht.“ Bevor sie das ,,Jüngste Gericht“ niederschrieb, sagte der HERR zu ihr, hiervon dürfe sie kein Exemplar behalten. Sie tat es aber trotzdem.

In diesem Buch, das ich nie habe lesen können und dürfen, soll auch der Aufstieg Hitlers und der Zusammenbruch Deutschlands gestanden haben. Die Niederschrift wurde 1932, also noch vor der Machtübernahme Hitlers vollendet.

Iden Tietze verfügte über große Beziehungen zu Künstlern, Wissenschaftlern und Politikern. In ihrem blinden Haß gegen Abd-ru-shin sandte sie das Manuskript, welches sie heimlich an sich gebracht hatte, einem der engsten Vertrauten Hitlers in die Hände. Für Hitler muß das ein Beweis gewesen sein, daß Abd-ru-shin sein persönlicher Feind sei und selbst an die Macht wolle. Aus diesem Grund hat Iden (Freitag) Tietze Abd-ru-shin geschadet wie kein einziger abgefallener Jünger.“ http://otto-ernst-fritsch.blogspot.de/2012/09/abschrift-eines-manuskriptes-von-otto.html

https://wegezumlicht.online/iden-freitag/abschrift-eines-manuskriptes-von-otto-ernst-fritsch/

Iden Tietze

1947 erschien von Iden Tietze das Buch „Träume am Abrundhttps://www.amazon.de/Tr%C3%A4ume-am-Abgrund-Iden-Tietze/dp/B0000BOLRI/ref=sr_1_1?dchild=1&qid=1612966371&refinements=p_27%3AIden+Tietze&s=books&sr=1-1&text=Iden+Tietze , das 2016 in einer überarbeiteten Version neu erschien und hier kostenlos herunter geladen werden kann: https://autonomie-und-chaos.de/images/pdf/auc-92-tietze.pdf

Iden Tietze: Träume am Abgrund Der zuerst 1947 veröffentlichte kleine Roman vermittelt uns ein NS-Deutschland im Bombenkrieg der letzten Monate, aus dem Blickwinkel der vage antinazistischen, sich als hilflos erlebenden schweigenden Mehrheit. Das Buch spielt an der Westfront 1944/45, im Gebiet der Eifelberge.Die Personen der Handlung sind keine überzeugten Nazis und keine antifaschistischen Helden, sondern Menschen zwischen Anpassung, privatistischem Rückzug, Eigennutz, Überlebenskampf, politischer Gedankenlosigkeit, zumeist nur indifferentem Widerspruch zum nationalsozialistischen Regime, –deren mitmenschliche Sensibilität und Solidarität sich aber durchaus entfaltet im Umkreis der konkreten eigenen, affektiv besetzten Erfahrungen und Beziehungen. –Meist gehen wir in großer Selbstverständlichkeit davon aus, daß wir alle uns im Alltag in irgendeiner Weise mit politisch-gesellschaftlichen Problemen, mit Ungerechtigkeiten und dem Leid fremder Menschen befassen, daß wir Stellung beziehen und eigene Meinungen haben, Konsequenzen ziehen oder übergeordnete politisch-gesellschaftliche Tatbestände im eigenen Interesse nutzen, gelegentlich auch mißbrauchen. Tatsächlich befassen wir uns jedoch im allgemeinen nur mit Umständen, die unmittelbar unsere gewohnte alltägliche Lebensweise beeinflussen oder die im Fokus individueller Persönlichkeitsentwicklung liegen. https://autonomie-und-chaos.de/images/pdf/auc-140-verlagsverzeichnis-teil-1.pdf

https://wegezumlicht.online/iden-freitag/iden-tietze-traeume-am-abgrund/