Ein Brief vom 31. August 1845 des Großvaters König Ludwig I. von Bayern an seinen neugeborenen Enkel
An den Erstgeborenen meines Sohnes Max, 6 Tage nach seiner Geburt
Sey mir willkommen, mein Enkel, dessen Name der meine; Tag und Stund der Geburt, sie hast mit mir du gemein. Sey mir willkommen! Ich rufe es laut aus der Fülle des Herzens, Wird, von dem Teutschensinn wirksam das deine erfüllt; Von dem Glauben der Väter, dem heiligen welcher verbindet. Unzertrennlich das Volk mit dem Beschützenden Thron. Bist hingewiesen auf mich von dem Himmel, der andere Ludwig. Lebe in dir noch fort, lebend schon lange nicht mehr. Sink
ich ins Meer der Ewigkeit hin, erhebe dich ein Herrscher. Aber es herrscht nur der, welcher sich selbst beherrscht. Dessen sey immer gedenk. Sey beglückend beglückt. Es umfange wie der Aether die Welt so deine Liebe dein Volk.
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König Ludwig II. – Er war nicht verrückt!
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Letzter Brief des Königs
Im Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau fand am 25.08.2016 anlässlich des 171. Geburtstages von König Ludwig II. ein Festakt statt, bei welchem Herr Dr. Peter Gauweiler
über das Leben, die Politik und die Bedeutung des Königs für Bayern bis heute, referierte.Während des Vortrages verlas Dr. Gauweiler den wahscheinlich letzten handschriftlich verfassten Brief des Königs vom 10. Juni 1886, aus dem hervorgeht, daß der König bei klarem Bewusstsein und keineswegs geisteskrank war. (In der Nr. 70 der Nachrichten aus den Bayerischen Archiven vom Juli 2016 wird unter der Überschrift: Archivalienankäufe des Wittelsbacher Ausgleichsfonds für das Geheime Hausarchiv über den Eingang des Briefes informiert.)
König Ludwig II. an seinen Vetter Prinz Ludwig Ferdinand
am 10. Juni 1886 aus Schloss Neuschwanstein:
Theuerster Vetter!
Vergib die schlechte Schrift, ich schreibe dieß in höchster Eile. Denke Dir was Unerhörtes heute geschehen ist!! – Diese Nacht kam eilends einer vom Stallgebäude herauf u. meldete, es wären mehrere Menschen (darunter horribile dictu) ein Minister u. eine meiner Hofchargen in aller Stille angekommen, befahlen meinen Wagen u. Pferde hier (von der oberen Burg) wegzunehmen hinter meinem Rücken, u. wollten mich zwingen nach Linderhof zu fahren, offenbar u. mich dort gefangen zu halten, u. Gott weiß was wohl zu thun, Abdankung zu ertrotzen kurz ein schändliche Verschwörung! Wer kann nur hinter einem solchen Verbrechen stecken, Prz. Luitpold vermuthlich.
Durch Gensdarme u. Feuerwehr, die sich tapfer entgegenstemmen war dieß vorläufig vereitelt. Die Schand-Rebellen wurden arretirt. Behalte dieß Alles bitte vorläufig für Dich. Wie kann aber eine solche Infamitität nur möglich sein!! Bitte forsche selbst u. durch Andere Verlässliche darauf!
Hättest Du so etwas für möglich! gehalten. Schon früher schrieb ich Dir daß ich über absichtlich mit Geld herumgestreute Gerüchte über mich (angebliche Krankheit) an der nicht Sylbe wahr ist p) gehört habe. Es ist zu arg. Es muß Licht in diesen Abgrund von Bosheit kommen! In felsenfestem Vertrauen i. inniger Liebe
Dein
Hohenschw. getreuer Vetter
10. Juni 86 Ludwig
[Ergänzung mit Bleistift:] Dieser Abschaum von Bosheit mich nächtlich überfallen u. gefangen nehmen zu wollen!!!
Götterdämmerung Ludwig II. Wanderausstellung BadKissingen
Es herrscht nur der, der sich selbst beherrscht….
König Ludwig II. von Bayern – die Wiederkehr Lohengrins
Abd-ru-shin, Im Lichte der Wahrheit:
Die Wahrheit vom Tod König Ludwig ll. von Bayern
Auf den Bergen wohnt die Freiheit
Auf den Bergen wohnt die Freiheit
(Das verbotene Lied)
Auf den Bergen wohnt die Freiheit,
auf den Bergen ist es schön,
wo des König Ludwigs zweiten
alle seine Schlösser stehn;
viel zu früh musst er sich trennen –
fort von seinem Lieblingsplatz;
Oh Neuschwanstein stolze Feste –
warst des Königs größter Schatz.
Allzu früh musst er von dannen;
man nahm hinfort ihn mit Gewalt;
gleich wie Barbarn hams ihn behandelt
und fort geführet durch den Wald
mit Bandarsch und Chloroformen
waren sie zur Stell behend;
nach Schloss Berg hams ihn gefahren,
wo sein Lebenszyklus end.
Freiherr von Lutz ließ inszenieren
Ludwigs Tod als Suizid;
doch das Volk hat nie geglaubt dran,
ungereimt zu vieles blieb;
noch nach 130 Jahren hält das Wittelsbacher Eis;
doch die Fakten und Indizien
längst hinreichen zum Beweis.
Als der König ging ins Wasser,
stand bereit dort für die Flucht
schon der Kahn des Fischers Lidl,
den er zu erreichen sucht;
doch Scharfschützen mit Windbüchsen
feuern los vom Ufer her;
treffen zweimal seinen Rücken
und der König ist nicht mehr.
Doktor Gudden, der mit erklärt hat
König Ludwig für verrückt,
ohne je ih zu untersuchen,
brachte nicht sein Handen Glück;
denn als Zeuge des Geschehens
in den See auch er verschwand –
hin gemeuchelt wenig später
durch dieselbe kalte Hand.
Alle Zeugen und Mitwisser
mussten schwören einen Eid –
das Gehemnis zu bewahren,
still zu schweigen alle Zeit;
wie der Schlossverwalter Huber
und Fischer Lidl viele warn
über Nacht zu Geld gekommen
und gemachte Leut fortan.
Das Kabinett der Hochverräter
und Prinz Luitpold, der Prinzrebell,
trieben Bayern in sein Unglück
und in Bismarcks Hände schnell
statt in technische Visionen
Kunst und Schlösser floss sodann
Geld in Waffen und Soldaten,
war wie die Erde bald verbrannt.
Ruhe sanft, oh stolzer König,
Deine Ehrenrettung naht,
weil Dein Volk,das Land der Bayern,
Geschichte umzuschreiben hat.
Deine Mörder und die Schergen
sind gestraft durch ihre Schand;
keine ihrer schwarzen Seelen
jemals ihren Frieden fand.
c&p Rainer Berauer 2017
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